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Archive for the ‘Führung’ Category

Spannungen erkennen, zulassen, steuern und nutzen

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Der Begriff „Spannung“ spielt in meinem Leben eine große Rolle. Spontane Assoziationen, die ich mit dem Begriff habe:

  • Mein Job als Projektmanager und -begleiter ist extrem spannend.
  • Ich treffe laufend auf spannende Leute, die mich inspirieren, fordern und teilweise auch angreifen.
  • Natürlich erlebe ich aber auch immer wieder negative Spannungen oder „Über-Spannung“.
  • Projekte müssen für mich Sinn machen, nur dann sind sie spannend.
  • Ich versuche, meine Freizeit noch mehr als früher zur Ent-Spannung zu nützen.

Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Mit dem Spannungsbegriff (und dem, was dahinter steht) habe ich mich erstmals vor ca. 6 Jahren intensiver auseinander gesetzt. Damals war ich auf einem Vortrag von O.Univ.Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Bruno Buchberger (wow, was für ein Name…). Er referierte damals über Spannungsmanagement.

Hier einige Gedanken und Anregungen zum Thema Spannungsmanagement:

  • Spannung bedeutet Leben.
  • Wir sollten Spannung, Widersprüche und Unterschiedlichkeit (Diversity) als etwas Wichtiges und ungemein Nützliches begreifen.
  • Gute Manager/innen und Führungskräfte entwickeln ein Gefühl für Spannungen, sie können gut zuhören, sie können durch effektive Kommunikation Spannungen gezielt kanalisieren, ent-spannen oder auch verstärken.
  • Innovation, Kreativität und Entwicklung passiert nur, wenn wir Spannungen zulassen und Grenzen überschreiten.

Ein Ansatz, der im Bereich des Personalmanagements sehr nahe an das heran kommt, was ich meine, ist Diversiy Management.

Zum Abschluss noch ein Interview mit dem genialen Prof. Kruse, der Spannung, Unterschiedlichkeit und Vielfalt am Beispiel der Kreativität beschreibt:

Written by SH

23. Juni 2009 at 17:56

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Crash-Kurs in Sachen Systemtheorie / Kybernetik

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Rolf Todesco ist Coach für Selbstgesteuertes Lernen und Dozent an verschiedenen Schweizer Hochschulen, u.a. an der ETH Zürich und an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Rolf verfolgt die Philosophie, dass sich Wissen durch das Teilen desselbigen vermehrt. Eine Haltung, die ich sehr schätze und die meines Erachtens „die Zukunft“ ist.

Zurück aber zum eigentlichen Kern des Blogbeitrags: Rolf betreibt u.a. die Seite hyperkommunikation.ch, wo er interessante Artikel und Tutorials zu verschiedenen Themen frei zur Verfügung stellt. Hier findet sich auch ein Online-Crash-Kurs zum Thema Systemtheorie 2. Ordnung:

systemtheorie_2_ordnung

Für den interessierten Leser bietet dieser Crash-Kurs eine Fülle interessanter und fundiert recherchierter Inhalte. GROSSARTIG!

Ihr werdet Euch vielleicht fragen, ob dieses Wissen für Euren Job als (Projekt)Manager/innen nicht viel zu theoretisch oder abstrakt ist? Ich denke nicht, denn aus meiner Sicht sollte jede/r Manager/in und jede Führungskraft zumindest ein Grundlagenwissen zu Themen wie Komplexität, Systemtheorie oder Kybernetik haben! Denn gerade in diesen Theorien stecken enorm viele Antworten zu Fragen unserer Zeit.

PS: Durch das kostenlose „Hyperbuch“, wie es Rolf bezeichnet, navigiert Ihr am einfachsten durch Klicken auf den „Vorwärts“ Knopf.

Written by SH

31. Mai 2009 at 11:37

Obama-Strategie für Veränderungsprojekte

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Die Erfahrung zeigt, dass gaaanz viele Projekte mit Veränderung, Innovation und Weiterentwicklung zu tun haben. Einzelne Personen, Teams, aber auch Produkte, Lösungen, Strukturen, Abläufe oder ganze Unternehmen und Unternehmenskulturen sollen sich verändern bzw. verändert werden.

Auch auf die Gefahr hin, Euch dieser Vergleich nervt: Barack Obama hat meines Erachtens außergewöhnliche Fähigkeiten, die Veränderungsbereitschaft bei Menschen positiv zu beeinflussen. Ob die notwendigen Veränderungen in den nächsten Jahren auch tatsächlich stattfinden werden, steht auf einem anderen Blatt.

Aber ich halte fest: Obama kann Menschen bewegen.

Der Marketing-Experte Bernd Röthlingshöfer hat vor einigen Wochen einen Blog-Beitrag zum Thema „Die Obama-Strategie zum Nachmachen“ geschrieben. Ich fand diesen Beitrag aus diversen Gründen sehr spannend und interessant. Darum habe ich mir vorgenommen, die Obama-Strategie auf veränderungsintensive Projekte zu übertragen.

Hier das Ergebnis: Die Obama-Strategie für Veränderungsprojekte. (in Anlehnung an Bernd Röthlingshöfer natürlich…)

1) Simplify your message: Obamas Slogans im Wahlkampf (und darüber hinaus) waren CHANGE bzw. „Yes, we can.“ Diese einfachen Kernaussagen hat er immer und immer wieder wiederholt. Diese einfache Kernbotschaft macht Sinn, denn den Menschen ist klar, dass Veränderungen notwendig sind.

2) Seien Sie positiv: Menschen sind es satt, immer nur Negativmeldungen zu hören. (Projekt)Manager/innen, die wirklich etwas bewegen möchten, sollten die positiven Energien und Kräfte in Menschen wecken und ansprechen.

3) Nutzen Sie Bilder: Menschen denken stark in Bildern. Obama nutzt starke, emotionalisierende Bilder, die im Gedächtnis bleiben.

4) Vermitteln Sie Stabilität und Stärke: Veränderung ist immer mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden. Erfolgreiche Veränderungsmanager/innen (wie Obama) vermitteln Stabilität und Stärke. Das heißt aber nicht, dass sie keine Schwächen zugeben würden – im Gegenteil!

5) Konzentrieren Sie sich auf positive und veränderungswillige Kräfte im System: Obama konzentriert sich auf seine Fans. Im übertragenen Sinne heißt das für „Veränderungs-Projektmanager/innen“, dass sie sich auf die positiven Kräfte in ihren Projekten konzentrieren sollten. Dies sind im Wesentlichen die positiven und grundsätzlich veränderungsbereiten Menschen. Destruktiven Kräften sollten Sie möglichst wenig Angriffsfläche und Aufmerksamkeit schenken.

6) Beteiligen Sie Menschen auf Augenhöhe: Obama ist ein Typ „zum Anfassen“ – er behandelt grundsätzlich alle Menschen gleich (respektvoll). In Veränderungsprojekten heißt das, dass Manager/innen offen, transparent und vertrauensvoll kommunizieren müssen – zu jedem Zeitpunkt und mit allen beteiligten Personen. Natürlich gibt es auch Situationen, in denen gewissen Informationen dosiert oder nur an bestimmte Personengruppen weiter gegeben werden sollten. Vom Grundsatz her funktioniert erfolgreiche Veränderung aber möglichst transparent und „auf Augenhöhe“ mit den betroffenen Menschen.

7) Nutzen Sie Informationssysteme und Tools, aber richtig: Transparenz ist in Veränderungsprojekten ein Schlüsselerfolgsfaktor. Es geht darum, Informationen, Ergebnisse und relevante Dokumentationen möglichst allen Beteiligten zugänglich zu machen. Hierfür eignen sich im Projektgeschäft insbesondere auch moderne und webbasierende Tools und Plattformen (bis hin zu Projektblogs, Wikis etc.).

8) Zeigen Sie Emotionen, führen Sie emotional: Die wirklich erfolgreichen Veränderungsmanager/innen holen Menschen emotional ab. Sie sind emotional und schaffen Emotionen, die idealerweise „positiv kanalisiert werden“.

Obama führt tatsächlich so – sehen Sie selbst:

PS: Don’t take this blog post too seriously… ;-)

Written by SH

8. April 2009 at 18:37

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Alte und neue Führungs- und Managementkultur

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Der Bregenzerwälder Mundartdichter Gerhard Wölfle (1848-1904) hat folgenden Ausspruch geprägt:

Meor ehrod das Ault und grüozod das Nü …

Das, was die Bregenzerwälder so charmant in ihrem Dialekt ausdrücken, bedeutet auf Hochdeutsch:

Wir ehren das Alte und begrüßen das Neue„.

Dieser Satz hat es mir immer schon angetan, denn ich finde, dass er viel Wahrheit beinhaltet. Interessant ist auch, dass das, was um die Jahrhundertwende schon galt, nun aktueller denn je erscheint.

Nach dieser Maxime sollten wir auch unser Führungs- und Managementverständnis weiter entwickeln. Es gibt viele gute Prinzipien, Methoden und Verhaltensweisen der „alten Schule“, die auch heute noch wichtig und relevant sind. Auf der anderen Seite sollten Führungskräfte aber auch offen für Neues sein. Denn wenn Entwicklung in den Führungsetagen schon nicht funktioniert, WIE SOLL SIE DENN DANN BEI DEN MITARBEITER/INNEN FUNKTIONIEREN?

Der geniale Prof. Dr. Kruse bringt diesen Aspekt in zweieinhalb Minuten wieder mal genau auf den Punkt. Dieser kurze Ausschnitt ist gespickt mit so vielen relevanten Infos und Aussagen, dass Ihr ihn vielleicht zweimal anschauen müsst:

Und nicht vergessen: Gute Projektmanager/innen sind in erster Linie gute Manager/innen und Führungskräfte.

Written by SH

7. März 2009 at 09:36

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Mutiges Handeln und Kommunizieren in Krisenzeiten

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sofortmassnahmenWir alle sind tagtäglich damit konfrontiert: Ständig neue Schreckensszenarien, fallende Börsenindizes, steigende Arbeitslosenzahlen, explodierende Budgetdefizite. Es fällt schwer, angesichts dieser permanenten Negativ-Meldungen optimistisch und positiv in die Zukunft zu blicken.

Verharmlosung hilft uns jetzt nicht weiter – aber negative Übertreibungen und Angst noch viel weniger. Winfried Berner, seines Zeichens Change Management Experte, hat wieder mal einen hervorragenden Beitrag zu diesem Thema verfasst: „Sofortmaßnahmen: Mutiges Handeln und Kommunizieren im Frühstadium der Krise„.

Was ich aus Berners Worten hauptsächlich heraus lese: WIR BRAUCHEN HERVORRAGENDE MANAGER/INNEN UND FÜHRUNGSKRÄFTE. Ein Auszug:

Was auch immer ein Unternehmen an Sofortmaßnahmen einleitet, es ist extrem wichtig, dass es nicht nur handelt, sondern auch kommuniziert. In Krisenzeiten ist gute Kommunikation noch sehr viel wichtiger als in ruhigeren Phasen, weil Menschen, die Angst um ihren Job und um ihre Zukunft haben, hoch anfällig für Gerüchte sind und zu misstrauischen Spekulationen neigen. Wenn das Management ein Kommunikationsvakuum hinterlässt und die Gründe seiner Entscheidungen nicht ausreichend vermittelt, lassen sich schon aus Einschränkungen bei Dienstreisen und Weiterbildungsmöglichkeiten unglaubliche Dramen spinnen, besonders in verwöhnten Unternehmen.“

Der Text ist einige Seiten lang, aber es lohnt sich, 10 Minuten zu investieren.

Written by SH

3. März 2009 at 15:02

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Tugenden erfolgreicher Unternehmer & Manager

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Thomas J. Stanley hat mit seinem Buch „The Millionaire Mind“ bereits vor Jahren für Aufsehen gesorgt. Man kann die Inhalte durchaus kritisch sehen, aber die Erfolgs-Tugenden, die er bei Millionär/innen (= Unternehmer, Manager) erhoben hat, sprechen für sich:

1. Being honest with people (57%)
2. Being well disciplined (57%)
3. Getting along with people (56%)
4. Having a supportive spouse (49%)
5. Working harder than most people (47%)
6. Loving Career/Business (46%)
7. Having strong leadership qualities (41%)
8. Having a very competitive spirit (38%)
9. Being well organized (36%)
10. Having a ability to sell ideas/prod (35%)

Hört sich irgendwie logisch an – und lässt sich natürlich auch auf das Management von Projekten übertragen :-)

Written by SH

9. März 2008 at 20:29

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