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Project Management Open Source Web Tools – taugen sie was?

with 23 comments

Kürzlich hat mich ein Kunde gefragt, ob ich kostenlose Projektmanagement / Collaboration Tools kenne. Ja, ich kenne einige, habe aber keine praktischen Erfahrungswerte, ob die Tools auch was taugen. Gerade kürzlich habe ich wieder eine List mit der „Top 10 Open Source Web-Based Project Management Software“ bei nixCraft gefunden. Als ich mir die Tools aber näher angeschaut habe, haben mich die Screenshots bzw. die Demo-Versionen eher abgeschreckt.

Außerdem hatte ich bereits vor einigen Monaten auch schon mal über dieses Thema berichtet. Denn das Fraunhofer Institut hat 2008 diverse Tools getestet und die Ergebnisse kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt.

Meine Frage an Euch: Hat jemand praktische Erfahrungen mit einem oder mehreren dieser Tools? Taugen sie was für den professionellen Einsatz in Unternehmen? Oder würdet Ihr eher abraten?

Ich persönlich tendiere ja stark zu professionellen Tools. Denn es gibt mittlerweile ja äußerst leistungsfähige und vor allem kostengünstige Varianten wie Basecamp, ZCOPE, ZOHO oder auch Huddle.

Was meint Ihr?

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Written by SH

30. November 2009 um 21:34

23 Antworten

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  1. Hallo Stefan,

    ich würde Deine Einschätzung so unterschreiben. Im Gegensatz zu anderen Themen haben die kostenlosen Tools keine große Erfolgsspur hinterlassen. Auf der anderen Seite bin ich kein Fan der webbasierten Tools an sich da die Usability eher einen schalen Geschmack hinterläßt. Derzeit arbeite ich in einem Projekt mit projectplace und die Liste meiner Verbesserungswünsche ist lang. projectplace ist sicher ein gutes Tool, allerdings einfach den Beschränkungen des Web unterworfen.

    Andreas Heilwagen

    30. November 2009 at 21:41

    • Cool, dass Du mit Projectplace gemeinsame Sache machst. Ist nach wie vor eines der führenden Tools im Web-PM. Würde mich freuen, wenn Du mich diesbezüglich auf dem Laufenden hältst. LG, Stefan

      SH

      30. November 2009 at 21:44

  2. Hallo,

    Ihr erweckt hier leider einen falschen Eindruck und das ist durchaus nicht unüblich. Open Source ist nicht per se kostenlos! (Genau genommen ist auch nur der Quellcode frei.)

    Dieser falsche Eindruck trägt dazu bei, dass große Firmen einen Bogen um Open Source Programme machen. Fatalerweise haben aber gerade große Firmen den weitaus größten Einfluß auf die Verbreitung dieser Software. Daraus entsteht ein Teufelskreis, der wenig zur Professionalisierung beiträgt.

    Wirklich beurteilen kann ich die Fragestellung nicht, weil mir bisher die Berührungspunkte gefehlt haben – aus genau dem genannten Grund.

    Klar dürfte aber sein: Wenn eine Firma eine solche Software einführt, braucht sie Unterstützung bei der Einführung. Also muss sie gezielt nach Open Source – Programmen plus Serviceangebot suchen. Spätestens da ist die Sache aber eben nicht mehr kostenlos, woher auch?

    Aber jetzt fällt mir doch noch eine Beurteilung ein: Gehen wir davon aus, dass Excel die am weitesten verbreitete Unternehmenssoftware ist und die am häufigsten für Zwecke der Projektplanung missbrauchte Software, dann gibt es keinen vernünftigen Grund, nicht alternativ Open Office Calc einzusetzen – die Eignung ist dieselbe. Wegen der Offenheit bestehen sogar erhebliche Vorteile (Verlinkung, PDF-Writer, etc.)

    Zugegeben, ein etwas spitzfindiges Argument aber das ist die Realität!

    Gruß, Martin

    Martin

    30. November 2009 at 22:35

    • eigentlich wollte ich ja angemeldet schreiben, weil ich gänzliche anonyme Antworten in Blogs nicht mag. Also nachgelagert… ;-)

      Gruß, Martin

      innovationsprojekte

      30. November 2009 at 22:55

    • Hallo Martin,

      dass die Implementierung nicht kostenlos ist, darüber wird sich Stefan ebenso im Klaren sein wie ein Projektleiter als potentieller Project Management Software-Nutzer. Wer sich unrealistischer Weise im Glauben wiegt, durch Verwendung von Open Source eine Nullkostenlösung zu bekommen, der wird schnell auf die Nase fliegen, wie du schon erwähntest.
      Wenn der Kunde von „kostenlos“ spricht denkt er hoffentlich tatsächlich an den reinen Anschaffungspreis.

      Zu den Tools an sich, bis auf Codendi, eGroupWare und KForge habe ich alle ausprobiert oder angetestet. Nur zwei empfand ich als nutzbar, mit Einschränkungen. Redmine erschien mir zwar solide, aber wenig nutzerfreundlich. Trac hat eine steile Lernkurve, scheint solide und nutzerfreundlicher als Redmine, die Konfiguration ist noch gewöhnungsbedürftig.
      Das auf Trac aufgebaute Agilo ( http://www.agile42.com/cms/pages/agilo/ ) gefällt mir am besten. Es baut auf das solide Trac auf, lässt sich mit Trac-Plugins erweitern, fast alle Funktionen sind opt-out um die Komplexität einzuschränken. Mit Agilo Pro bekommt man wohl unter anderem noch ein Scrumboard hinzu, welches vielversprechend aussieht.

      Moritz

      1. Dezember 2009 at 06:17

      • Hallo Moritz,

        wenn du Agilo als Alternative anführst, dann darf man auch JIRA (http://www.atlassian.com/software/jira/) von Atlassian nicht vergessen.
        – Es ist auch OpenSource (Quellcode verfügbar) aber nicht kostenlos.
        – Es gibt eine sehr große Fan/Entwicklergemeinde sehr viele Plugins (für Scrum z.B. Greenhopper).
        – Außerdem gibt es weitere Software die sich sehr gut anbinden lässt. Wiki(Confluence), Anforderungsmanagement (Jama Contour) usw…
        – Der Hersteller Atlassian ist sehr dicht an der Community dran.

        Und nun der meiner Meinung nach wichtigste Punkt um auch OpenSource Software für Unternehmen interessant zu macht, es gibt sowohl einen Hersteller der die Entwicklung voran treibt und sehr guten Support bietet als auch mittlerweile viele gute Support-Anbieter die bei der Einführung unterstützen.

        Und nein ich arbeite nicht für Atlassian, aber wir haben hier bei uns JIRA und Confluence im Einsatz und diese Kombination bietet sehr viele Möglichkeiten.

        Mathias

        1. Dezember 2009 at 07:58

      • Danke für diesen sehr fundierten Input!

        Und: Selbstverständlich sind wir uns alle im klaren, dass auch bei der Implementierung von Open Source Software Kosten entstehen. Dieser Punkt war für mich so selbstverständlich, dass ich ihn im Blogpost gar nicht mehr erwähnt habe.

        Grüße, Stefan

        SH

        1. Dezember 2009 at 22:15

  3. Hallo zusammen,

    ich bin ebenfalls schon länger auf der Suche nach einer guten Allround-PM-Lösung. Habe mich schon durch unzählige Web-Tools gearbeitet aber noch keine richtig gute Open-Source gefunden. Bin aber auch eher auf der Suche nach einer Intranetlösung im Firmennetzwerk. Kennt da einer so etwas? Also Procetplace oder Huddle, aber halt auf einem eigenen Server?
    Gruß Mäx

    dreierm

    1. Dezember 2009 at 08:33

    • Ergänzung!!
      Lösung darf auch etwas kosten :-) Muss nicht für Lau sein.

      dreierm

      1. Dezember 2009 at 08:35

    • Hallo Mäx,

      ich denke, dass du gerade bei Open Source Web-Tools richtig bist! Ohne mich besonders intensiv damit auseinandergesetzt zu haben: Gugst du hier:
      http://confluence.atlassian.com/display/JIRA/JIRA+Requirements
      liest Du „JIRA is a ‚web application‘, meaning it runs centrally on a server, and users interact with it through web browsers from any computer.“ Das Teil funkt unter Windows, MacOSX und Linux, so soll es sein für eine Webanwendung! Kann höchstens sein, dass einem der Browser (Internet Explorer!) noch einen Strich durch die Rechnung macht. Das ist dann die krankhafte Angst von Microsoft, dass der Zug an ihnen vorbeifahren könnte.

      Gruß, Martin

      innovationsprojekte

      1. Dezember 2009 at 09:32

  4. Mein erster Kommentar war angesichts der nachfolgenden Diskussion zu global. Meine Aussage zu Open Source-Tools bezog sich vor allem darauf, dass ich kein gutes Tool gefunden habe, welches auf komplett auf non-profit-Basis steht. Sobald eine Firma dahinter steht und Serviceleistungen anbietet, sieht die Welt anders aus. Wie manch andere auch bin ich hinsichtlich Enterprise Wiki nach viel Testen schließlich bei Confluence gelandet und als gutes Tool im Bereich Ticketing würde ich ebenfalls, wie in der Vergangenheit, wieder auf JIRA setzen.

    Martins Kommentar, bei Internet Explorer Vorsicht walten zu lassen bei Webtools, kann ich nur unterstreichen. Manche Firmen unterstützen IE in ihren Webtools, manche nicht. Die unterstützten Browser muss man sich vorher sehr genau ansehen, immerhin gibt es immer noch Großunternehmen die auf IE 6 laufen und damit viele aktuelle Webseiten erst garnicht anzeigen können.

    Gruß,

    Andreas

    Andreas Heilwagen

    1. Dezember 2009 at 09:45

    • (wann wohl mein Foto hier angezeigt wird…)
      Dass wir hier ganz selbstverständlich mit Open Source Software (OSS) arbeiten, sollte nochmal herausgestellt werden – völlig kostenlos und fast werbefrei! http://de.wordpress.com/about/

      Hallo Andreas,

      ich stelle das besonders heraus, weil es immer eine „politische“ Dimension hat. Mich wundert immer wieder, wie sehr Open Source Software die Gemeinde spaltet.

      Zum IE: Microsoft baut natürlich völlig bewusst Funktionen ein, die es „Fremdsoftware“ schwer macht, auf eigenen Plattformen ablauffähig zu sein, Das Dumme dabei ist, dass wir hier von Software reden, die basierend auf bewusst offenen Standards programmiert werden. (Java ist von Sun 2006 unter die GPL-Lizenz gestellt worden.) Java ist inzwischen so etwas wie ein offener Standard zur Programmierung von Webapplikationen.

      Aber zurück zum Thema! ;-)

      Gruß, Martin

      innovationsprojekte

      1. Dezember 2009 at 10:07

  5. Wer sich spalten lässt…für mich als selbständigen Berater ist es Sache des Kunden, wieviel Open Source er entsprechend seiner IT-Strategie nutzen kann und möchte.

    Andreas Heilwagen

    1. Dezember 2009 at 10:15

  6. Hi all,

    mir ist die Fragestellung ein bisschen zu allgemein! Wenn wir Open Source beurteilen, vielleicht im Vergleich zu Closed Source von Microsoft, SAP oder Oracle, sollten wir berücksichtigen, dass Komplettlösungen von einer Community viel schwieriger zu entwicklen und zu „vertreiben“ sind wie modulare Teile.

    Projektmanagement / Collaboration Tools ist mir etwas zu weit gefasst.

    Ein Collaboration Tool könnte zum Beispiel irgend ein Dokumentenmanagement-System wie SharePoint oder Documentum sein oder aber auch Netmeeting, Livemeeting oder Groupware o.ä.

    Projektmanagement könnte das umfassen, muss es aber nicht. Meiner Ansicht nach, sollten die Teile lieber gut zusammen passen, dann sind wir richtig!

    Also, worüber diskutieren wir hier eigentlich. Über Groupware-Systeme mit Projektmanagementfunktionen oder im engeren Sinne von Projektmanagementsoftware mit Einbindung in irgendwelche Formen von Gruppen- oder Unternehmenssoftware?

    Gruß, Martin

    innovationsprojekte

    1. Dezember 2009 at 10:16

  7. Hallo,

    bei uns wird http://www.dotproject.net/ eingesetzt und das sehr konsequent. Von der Usability reichts an moderne Web-Applikationen nicht heran – bedienbar ist es jedoch.

    Alex

    1. Dezember 2009 at 20:11

  8. Ich würde gerne noch mal das Scrum Tool Agilo in den mix werfen – ich verwende es täglich und mag es besonders weil es auf einen stabilen bugtracker (Trac) mit einer großen Anzahl an Plugins aufbaut und damit für Entwickler eine tiefe Integration in ihre Workflows ermöglicht. Und das ist einfach wichtig damit die Tools nicht nur von einem Projekt-Manager sondern auch wirklich vom ganzen Team angenommen und verwendet werden.

    Als Beispiel kann man jeden commit einem Task und damit einer Story und damit einem Requirement zuordnen und auch durch den commit gleich die verbleibende Zeit aktualisieren bzw. Tasks als erledigt markieren.

    Das sind einfach Features die wirklich zeit sparen und durch Trac als Basis ermöglicht werden.

    :) Marne

    p.s. Die ursprüngliche Frage war ja ob open source tools etwas taugen – unbedingt. Ausserdem gibts bei Agilo ja wie oben erwähnt auch noch die Pro Version mit professionellem Support und weiteren Features. :)

    Marne Hitacker

    2. Dezember 2009 at 10:06

  9. Hm, offenbar hat der parser meine Links gegessen. :(

    Hier noch mal ohne spitze klammern aussen herum:

    Agilo Web Seite: http://www.agile42.com/cms/pages/agilo/
    Trac Plugins Seite: http://trac-hacks.org/

    Mal schauen ob das jetzt klappt :)

    Marne

    Marne Hitacker

    2. Dezember 2009 at 10:10

  10. Also, wenn hier schon Jira, was wirklich gut ist aber leider kein OS ist, so oft angesprochen wird – hier mein Favorit:

    Redmine http://www.redmine.org/

    Für die Softwareentwicklung sehr gut geeignet und verfügt über zahlreiche Plugins.

    Wer sich mit Ruby on Rails nicht so auskennt, dem empfehle ich einen One-Klick Installer von http://bitnami.org/.

    Stefan Kremer

    2. Dezember 2009 at 11:38

  11. ich hab vor einiger zeit mit einem projektteam (5 pma) http://www.planzone.de eingeführt. macht zwar keine wunderstücke, ist gewöhnungsbedürftig aber es haben von 5 teammitgliedern alle relativ schnell den einstieg geschafft.

    peter webhofer

    3. Dezember 2009 at 13:41

    • Hmmh, ist das Open Source?

      Frage 2: Warum ist das gewöhnungsbedürftig?

      Gruß, Martin

      innovationsprojekte

      3. Dezember 2009 at 13:58

      • sorry, schlecht gelesen, planzone ist ein online-pm-tool (sorry!).
        zu frage 2: die usability ist nicht ganz so intuitiv und übersichtlich, wie ichs gern hab (muss man ausprobieren), zudem wird immer wieder mal die plattform umgebaut, was vor allem für „ungewohnte“ user ein problem ist.

        peter webhofer

        4. Dezember 2009 at 09:58

  12. Hallo, vielleicht findet ja jemand das hier >> http://www.web-analysts.com/data/Open_Source_Projektmanagement_Software.pdf nützlich. Ist eine Analyse / Vergleich von Open Source Projektmanagement Software aus Juni 2009 (studentische Arbeit von mir), getestet hab ich neben Linux und Windows-Programmen auch Web-Produkte.

    Dirk Brambring

    11. Dezember 2009 at 23:14

    • Super Tipp, vielen Dank! Und eine sehr gute Arbeit – Respekt.

      SH

      12. Dezember 2009 at 08:43


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