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Komplexität ist ein Hauptproblem unserer Gesellschaft (und auch ein Hauptproblem im Management)

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Auch wenn ich dafür von einigen Berufskollegen und Freunden immer wieder kritisiert werde: Ich bin ein bekennender Anhänger der Theorien und Ansätze von Prof. Dr. Fredmund Malik. Von Malik, der übrigens so wie ich aus Lustenau stammt, kommt u.a. auch folgendes Zitat:

Richtiges Management ist Management von Komplexität!

Bei diesem Thema lehnt er sich auch immer wieder an den „Management-Guru“ Peter F. Drucker an, der einst sagte:

There will be no „poor“ countries. There will be only ignorant countries. And the same will be true for individual companies. It will be true for the individual too.

Eines meiner absoluten Lieblings-Zitate von Drucker.

Wenn Ihr Euch zu dem Thema einige Impressionen holen möchtet, empfehle ich Euch, folgenden Vortrag runter zu laden: „Richtiges und gutes Management“ (PDF) von Rolf Friedrich, Partner und Geschäftsleitung am Malik Management Zentrum St. Gallen (Vortrag anlässlich des Symposiums „Dortmunder Dialog 50“ im Oktober 2007). Aus dieser Präsentation stammt u.a. auch diese Folie:

regeln_management

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Written by SH

31. Mai 2009 um 11:59

Veröffentlicht in Kostenlos, Management

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7 Antworten

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  1. Einstein sagte: „Man soll die Dinge so einfach wie möglich machen, aber nicht einfacher.“
    Die Folie oben ist m.E. bei weitem zu einfach. Natürlich sind die Regeln für das Management eben _nicht_ überall gleich. Mich wundert, dass derlei Schlichtheiten aus dem Fundus eines Malik-Vertreters kommen.
    Die Regeln für das Management sind nicht nur nicht gleich, sondern teilweise sogar unbekannt und ändern sich ständig. Komplex halt.

    Stephan List

    31. Mai 2009 at 13:45

  2. @Stephan: Du hast natürlich recht, dass einige (viele) von Maliks „Weisheiten“ auf den ersten Blick zu trivial wirken. Natürlich gibt es im Management (und auch im Leben) kaum Situationen oder Probleme, die sich 1:1 gleichen – und dadurch gibt es auch keine einfachen und allgemein gültigen Methoden, Rezepte, Vorgehensweisen oder Regeln.

    Aber auf diesem Dilemma baut wohl so ziemlich die gesamte Managementliteratur auf.

    Trotzdem (oder gerade deswegen) machen für mich AUCH einfache und vermeintlich trivialisierende Prinzipien und Werkzeuge Sinn. Denn sie geben einem in der unendlich vielfältigen und komplexen Welt einer Führungskraft einige grundsätzliche Orientierungsleitlinien vor.

    Ich finde, dass es der Mix ausmacht. Mal was „leicht Verdauliches“ und dann wieder etwas schwerere (und tiefgründigere) Kost.

    SH

    31. Mai 2009 at 13:59

    • Hallo,

      für mich wird Komplexität im Management erst dann relevant, wenn das Gesamtbild für die Steuerung und Kontrolle notwendig ist. Sobald wir strukturiert und organisiert haben, braucht es vielmehr die Konzentration auf das Wesentliche. Ziel sollte es im Management sein, Dinge zu vereinfachen. Eine konkrete Aussage bedeutet bedingungslose Reduzierung der Varianz. Das macht das Wissen um Management von Malik so wertvoll. Die Trennung von Inhalt und Managementpraxis, ist im Hinblick auf Komplexität äusserst wichtig und führt bei unklarer Differinzierung zu falschen Prämissen und Grundannahmen.

      Martin Eberl

      2. Juni 2009 at 12:26

      • Stimme Dir voll zu – Du bringst es auf den Punkt.

        Stefan Hagen

        4. Juni 2009 at 08:57

  3. Malik gibt ja keine konkreten Verhaltensanweisungen, bei denen natürlich das von Stephan genannte Problem auftauchen würde. Maliks Management-Prinzipien sind ein oder zwei Abstraktionslevel höher angesiedelt und deswegen situativ und kulturell unabhängig anwendbar.

    Das Zitat von Drucker hingegen finde ich höchst fragwürdig, denn es impliziert, dass Geld, Ressourcen und Kunden unendlich sein müssten.

    Christian Holst

    3. Juni 2009 at 10:55

    • Du hast recht, dass das Drucker-Zitat natürlich auch missverstanden werden kann.

      Was mir persönlich daran aber gefällt ist, dass Veränderung und Entwicklung schlussendlich bei jedem einzelnen anfängt. Denn wenn wir als Individuen nicht bereit sind, neue Wege zu gehen und eingetretene Pfade zu verlassen, wie sollen sich dann ganze Unternehmen oder Gesellschaften entwickeln können?

      Stefan Hagen

      4. Juni 2009 at 09:00

  4. Ich bin sehr einverstanden mit Martin Eberl. Ja, ich liebe sie auch alle diese Merksätze und Zitate, die mir helfen mich immer wieder mal anders zu orientieren. Das Problem dabei ist, dass ein Sprichwort bald zu diesem, bald zu jenem Kontext passt und dann eben wieder gar nicht! In bestimmten Fällen gilt es Komplexität zu reduzieren, damit die Dinge behandelbar werden, in anderen gerade umgekehrt das Sichtfenster möglichst gross zu machen, damit man „viel sieht“ (alles leider nie), und in wieder anderen eine bestimmte, konkrete Aussage festzunageln.

    Nik Ostertag

    Nik Ostertag

    3. Juni 2009 at 18:14


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