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Wo sind die Unternehmer/innen???

with 9 comments

In der Wochenendausgabe der Österreichischen Zeitung DerStandard war ein Kommentar des Trend- und Zukunftsforschers Dr. Horx zum Thema Kapitalismus enthalten. Ich fand den Text außerordentlich treffend und inspirierend. Leider habe ich den Artikel nicht 1:1 im Internet gefunden, aber fast der identische Text findet sich auf Horx‘ persönlicher Webseite:

kapitalismus_horx

Mir gefällt die Idee, dass wir uns wieder stärker dem Unternehmertum zuwenden müssen. Denn die unternehmerischen Werte und Prinzipien, wie sie Horx beschreibt, sind ehrlich und ehrenwert. Denn unternehmerische Führungskräfte und Manager/innen

  • handeln aus Leidenschaft und mit guten Motiven,
  • stellen den Menschen in den Mittelpunkt (und sprechen nicht nur davon),
  • fordern von anderen Menschen selbstbestimmtes und unternehmerisches Denken,
  • sind bescheiden und zurückhaltend,
  • sind demütig und „ge-erdet“,
  • sehen Wettbewerb als etwas wichtiges an und
  • sind im Herzen kreativ und streben ständig nach Weiterentwicklung.

Sie leben hoch, die Unternehmerinnen und Unternehmer!

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Written by SH

26. Mai 2009 um 18:15

9 Antworten

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  1. das ist Unternehmertum wie es sein sollte – nur schade dass es heute zur Seltenheit geworden ist.

    Eberhard Huber

    26. Mai 2009 at 19:11

  2. Hi,

    dem kann ich voll und ganz übereinstimmen. Gott sei Dank arbeitet/ handelt mein derzeitiger Arbeitgeber genau so.

    Besten Gruß aus Karlsruhe,
    Tom Gob

    Tom Gob

    26. Mai 2009 at 21:46

  3. In Summe vermisse ich vor allem Leidenschaft und Respekt. Letzteren noch mehr als die Leidenschaft. Den Respekt vor der Arbeit, der Tätigkeit als solcher, der Kollegen, der daraus entstehenden Bedürfnisse Aller und der Zusammenhalt.

    Grüße in die Runde,
    Heiko

    Heiko Kanzler

    27. Mai 2009 at 09:28

  4. Wunderbar, wenn sich Unternehmer korrekt verhalten, Ihre Mitarbeiter zu schätzen wissen, bescheiden sind u.a. Tugenden besitzen.

    ABER – damit lassen sich die antagonistischen Widersprüche, die innere Krisendynamik von Marktwirtschaft und Kapitalismus doch nicht überwinden!!! Wer sowas ernsthaft behauptet, argumentiert systemimmanent und zutiefst ideologisch. Das sieht man allein schon daran, dass Unternehmer Konkurrenz als etwas positives ansehen sollen. Noch deutlicher kann man es ja kaum machen.

    Wir befinden uns am Ende eines langen, historischen Prozesses des modernen warenproduzierenden Systems. Dieses Ende ist durch eine generelle, gesamtgesellschaftliche Abwärtsbewegung gekennzeichnet. Das damit verbundene Ausbrennen, in dem sich zunehmend teile der Gesellschaft immer weniger „rechnen“, in der Inflation, Deflation und Stagflation miteinander wechseln und Wachstum (in der „Finanzwirtschaft“) seit 1990 nur noch simuliert werden konnte, um die ganze Veranstaltung überhaupt am Leben zu halten, da retten uns doch keine, auch noch so guten, unternehmerischen Tugenden!

    Also bei allem Respekt… Insbesondere Herr Horx, ist diesbezüglich blind, taub und einer der Chef-Ideologen überhaupt. Sein Buch vom „Smart Capitalism“ ist genau so eine ideologische Tellermine wie „Mehr Kapitalismus wagen“ von Herrn Friedrich März. Die beiden passen wirklich zusammen…

    Die wirkliche Ursache für die weltweite Krise seit 2007 ist ein genereller Prozess der Entsubstanzialisierung des abstraktes Wertes und damit aller Kapitalformen überhaupt. Nichts ist schlimmer, als das Unwissen, mit welchem Herr Horx argumentiert und hantiert. Seine Art von strukturellem Antisemitismus ist in seiner Penetranz unerträglich. Er ist mir schon mehrfach negativ, auch in deutschen Zeitungen (Hamburger Abendblatt) aufgefallen…

    Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, dem empfehle ich Fachartikel und Literatur der modernen Wertetheorie. – siehe auch http://www.exit-online.org

    Holger Roloff

    28. Mai 2009 at 12:12

  5. Lieber Hr. Roloff,

    ich kann Ihre Kritik an Horx‘ Artikel nicht nachvollziehen. Denn in dem Artikel ging es nicht in erster Linie um abstrakte Systemfragen, sondern vielmehr um die Haltungen und das daraus resultierende Verhalten von MENSCHEN. Klar sind es aber am Ende die Menschen, die Systeme und Kulturen prägen.

    Und was nun antagonistische Widersprüche, Ideologie oder gar struktureller Antisemitismus (???) mit dem Thema zu tun haben sollen, kann ich noch viel weniger nachvollziehen, sorry.

    Grüße, Stefan Hagen

    SH

    28. Mai 2009 at 23:45

  6. Lieber Hr. Hagen,
    ich kann gerne versuchen anzudeuten, was ich meine. Es ist immer eine Frage aus welchem Blickwinkel man solche Argumente betrachten kann. Letztlich ist von einer höheren Ebene aus gesehen alles davon systemrelevant. Hier ein Beispiel für die Horxsche Ignoranz – Zitat:

    „„KAPITALISMUS” ist, wenn Produkte, Waren, Dienstleistungen EINZIG UND ALLEIN zu dem Zweck erfunden, produziert und vertrieben werden, Kapital zu vermehren.“

    Irrtum. Allein der gesunde Menschenverstand verrät mir schon, das das falsch sein muss. Nichtmal Kartoffeln u.a. Grundnahrungsmittel würden hergestellt werden, wenn sich damit nicht Gewinn erzeugen, also neues Kapital per Mehrwertbildung, generieren läßt. Das ist das Grundprinzip der kap. Produktionsweise überhaupt. Egal ob Bäckereien o. Autofabriken – man macht sie dicht, sobald das Kriterium der Finanzierbarkeit nicht mehr greift, egal ob das sinnvoll ist. Völlig irrational. Nicht so für Herrn Horx!

    Das Horxsche Argument erzeugt ein Bild, es gäbe gutes (produzierendes) und schlechtes (raffgieriges) Kapital… Woher kennen wir das? Das ist das alte Märchen des ehrenwerten, rheinischen Kapitalismus und des bösen raffgierigen Juden-Bankers. Das wird in der Fachliteratur deshalb als „struktureller Antisemitismus“ bezeichnet und ist umfangreich analysiert worden. Sehr lesenswert. Scheinbar nicht für Hrn. Horx!

    Mit Tugenden, Ethik und Moral, auf die Horx da baut, hat das nichts zu tun, ebenso wenig wie mit dem Gebrauchswert, anhand dessen Hr. Horx meint den Kap. in gut und böse einteilen zu können Will er dann als Richter mit Holzhammer dasitzen und das entscheiden?

    Ich zweifle dabei übrigens nicht an, dass ein Grossteil der Produkte nur um des Profites Willen erzeugt wird! Das ist aber ein völlig anderer Aspekt und steht nicht im Widerspruch zu dem, was ich oben beschrieben habe.

    So könnte man alle seine Argumente auseinandernehmen.

    Es lohnt sich wirklich, sich mit der „modernen Wertetheorie“ zu beschäftigen, denn sie nimmt einen Perspektivwechsel vor. Alle Erkenntnisse liegen im Vergleich. Deshalb schau ich mir natürlich auch Leute wie Hrn. Horx an…aber eben nicht nur.

    Jeder hat die Chance im Leben, sich selbst davon zu überzeugen, was (vollständig) richtig ist.

    Grüße, Holger Roloff

    Holger Roloff

    10. August 2009 at 20:33

    • Lieber Hr. Roloff,

      ich finde Ihre Argumentation nach wie vor wenig überzeugend.

      Zu den Stichworten, die Sie in Ihren Ausführungen verwenden, habe ich im Internet einige interessante Meinungen gefunden, u.a. auch unter dem Titel „verkürzte Kapitalismuskritik“.

      Insbesondere den Vergleich zum strukturellen Antisemitismus halte ich für reichlich überzogen und im Kern unrichtig. Sie malen damit in der Person von Matthias Horx (beispielhaft) ein Bild an die Wand, das mit der Realität meines Erachtens wenig bis gar nichts zu tun hat. Oder möchten Sie ernsthaft behaupten, dass Horx ein verkappter Antisemit ist?

      Grüße, Stefan Hagen

      Stefan Hagen

      10. August 2009 at 22:59

  7. Mann, sind Sie freundlich zu einem altlinken Wirrkopf, der auch noch mit der Antisemitismus-Keule schwingt.

    neunvoltblock

    7. September 2009 at 13:14

  8. Es geht mir keineswegs darum aus Herrn Horx einen Antisemit im Sinne von Rassismus zu machen, sondern ledig darum, eine andere Wahrnehmung im Gegensatz zum Horx`schen Argumentationsmuster darzustellen. Aus dem Unterschied lässt sich meines Erachtens deutlich ablesen, wer Kapitalismus ernst nimmt und wer nicht.

    Dass Horx eine verkürzte Kapitalismuskritik benutzt, liegt ja schließlich nicht an mir als Betrachter. Das macht Herr Horx aus voller Überzeugung selber. Ich erkenne lediglich das Muster, dessen er sich bedient. Seine Sichtweise ist eine Rechtfertigungsideologie für den Kapitalismus, weil er Marktwirtschaft stillschweigend als „richtig“ voraussetzt, bei all seinen Trendanalysen.

    Die widersprüchlichen Phänomene innerhalb der Marktwirtschaft, die er nicht weg diskutieren kann, verlegt er – um systemimmanent zu bleiben – einfach in das moralisch schlechte Handeln, also in die Subjektivität der Marktteilnehmer. Klar gibt es das. Keine Frage. Aber das gehört ja zum System dazu. Er sieht das Handeln nicht als Folge der Systemlogik, sondern verlegt und reduziert das auf eine Kategorie wie Ethik. Da lachen die Kapitalisten aber drüber. Selbst Dax-Konzerne ordnen sich gerne einem eigenen „Ethik-Kodex“ unter (natürlich nur, solange das ihre Geschäfte nicht stört…andernfalls ist das sofort wieder vom Tisch und Schnee von vorgestern).

    Durch diesen Reduktionismus braucht er das System selbst nicht zu hinterfragen und kann sich dennoch „trendgerecht“ als Kapitalismuskritiker“ darstellen.

    Mir geht es also um geistige Klarheit und Aufklärung zum Thema.

    @neunvoltblock
    Das hier in vielen Köpfen Verwirrung herrscht ist unverkennbar. Dort wo sie am größten ist, versuchen diejenigen das anderen zu spiegeln und vorzuwerfen, was sie selbst am meisten betrifft. Herr Hagen macht genau das nicht. Er setzt sich damit auseinander und stellt berechtigte Fragen. Deshalb erhält er auch ernsthafte, strukturierte Antworten.

    Meine Vorstellungen von einer gerechten, freien Gesellschaft unterscheiden sich deutlich. Siehe: http://www.hh-violette.de – Artikel zum Thema Wirtschaft gibt es unter Downloads

    Holger Roloff

    17. April 2011 at 11:10


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