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Das St. Galler Management-Modell aus der Projektmanagement-Perspektive

with 2 comments

Die systemisch-integrative Managementlehre der international renommierten Universität St. Gallen (CH) beschäftigt und begleitet mich schon seit Jahren – im positiven Sinne. Hochkarätige Management-Vor-Denker und Wissenschafter wie Ulrich, Bleicher, Malik, Gomez oder auch Rüegg-Stürm (um nur einige zu nennen) haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten wesentlich zur Weiterentwicklung der modernen Management- und Organisationslehre beigetragen.

Ein „Flagschiff“ der St. Galler Managementschule ist das „St. Galler Management-Modell„.

„Das St. Galler Management-Modell (SGMM) ist ein in den 1960er Jahren an der Universität St. Gallen entwickelter Management-Bezugsrahmen, der 1972 von Hans Ulrich, dem Wegbereiter der systemorientierten Managementlehre im deutschsprachigen Raum, gemeinsam mit Walter Krieg erstmals publiziert und später zunächst von Knut Bleicher (1991) und Johannes Rüegg-Stürm (2002) weiter entwickelt wurde. Große allgemeine Bekanntheit hat die 1991 hervorgehobene Gliederung der Aufgaben der Unternehmensführung in drei Ebenen gefunden: das normative Management, das strategische sowie das operative Management.“ (Quelle: Wikipedia)

Ein wichtiges Modell im Zusammenhang mit dem St. Galler Management-Konzept ist folgendes (nach Bleicher, Quelle):

stgallen.gif

Gerade dieses Modell erweist sich meines Erachtens in der Praxis als äußerst hilfreich, um verschiedene Ebenen, die in Organisationen von großer Bedeutung sind, in einem ganzheitlichen Zusammenhang zu bringen. Dies sind:

– normative, strategische und operative Dimension
– Strukturen, Aktivitäten, Verhalten

Gut, werden Sie sich denken: Und was hat das Ganze mit Projektmanagement zu tun?

Sehr viel, denn in dieses Modell lassen sich beinahe ALLE relevanten Themen des Projektmanagements einordnen. Sehen Sie selbst:

stgallen_pm.jpg

Ich behaupte: Dieses Modell kann eine gewisse Orientierung bei der Implementierung eines ganzheitlichen Projektmanagement-Systems in Ihrer Organisation darstellen.

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Written by SH

20. März 2008 um 19:25

2 Antworten

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  1. was heißt die frage:
    ordnen sie die Leitbildentwicklung als steuerungsinstrument in den kontex des st.gallner managment modells ein?

    Vielleicht könnten sie mir dabei helfen.
    LG

    karoline kapper

    23. November 2008 at 20:36

  2. @Karoline: Ich interpretiere die Frage wie folgt: Leitbilder sind der normativen Managementebene zuzuordnen (vgl. beispielsweise Folie 5 dieser Präsentation von Rüegg-Stürm: http://tinyurl.com/5rxpp9 oder hier http://tinyurl.com/5a5mkt).

    Hier werden idR Wertehaltungen, Mission und auch Vision des Unternehmens verbindlich dokumentiert. Dadurch ist ein Leitbild auch – auf einer „hohen“ Ebene – ein relevantes Steuerungsinstrument. Vorausgesetzt natürlich, dieses wird vom Management auch getragen, vorgelebt und eingefordert.

    Diese normativen Zielvorgaben bilden in weiterer Folge den Rahmen für Entscheidungen auf strategischer und operativer Ebene.

    Allerdings: Mittlerweile gibt es nicht mehr „Das St. Galler Managementkonzept“, sondern diverse Entwicklungs- und Evolutionsphasen, welche beispielsweise hier (http://tinyurl.com/6aa29m) sehr übersichtlich dargestellt werden.

    SH

    23. November 2008 at 21:10


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