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Mit Kreativität zum Erfolg

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bregenz_kawa.jpgBildquelle: © Vera F. Birkenbihl (www.analograffiti.ch)

Im Projektmanagement wird immer wieder zwischen den harten und den weichen Erfolgsfaktoren differenziert. Die harten Faktoren sind beispielsweise das Fachwissen des Teams, der Methodeneinsatz oder auch die verwendeten IT-Tools. Unter den weichen Faktoren verstehen die meisten Menschen die persönlichen, psycho-sozialen Kompetenzen der Projektteammitglieder sowie der beteiligten Stakeholder (z.B. Führungskräfte).

In welche Kategorie sind nun aber Kreativitätsmethoden einzuordnen? Spontan müsste man antworten: „In die harten Erfolgsfaktoren.“ Wenn ich mir aber Situationen vorstelle, in denen ich Kreativitätsmethoden mit Projektteams und Seminarteilnehmer/innen angewendet habe, würde ich persönlich antworten: „Irgendwo in der Mitte zwischen hart und weich.“ Warum? Denn eine vermeintlich harte Kreativitätsmethode benötigt eine Menge Offenheit von Seiten den Projektteams und einige Erfahrung des/der Moderators/in bzw. Projektleiters/in.

Nun aber zu einer konkreten Kreativitätsmethode: Die KaWa© Methode von Vera F. Birkenbihl. Was aber bedeutet KaWa©? Hier die Definition von Vera F. Birkenbihl: „Ein KaWa© ist ein Wort-Bild; wenn wir davon ausgehen, dass wir eine denkerisch reiche Ausbeute erhoffen, steht der Begriff KaWa für: Kreatives Analograffiti Wort Assoziationen.“ Klingt ganz schön kompliziert, ist es aber nicht.

Ein KaWa© ist ein Wortbild, das Sie zu einem konkreten Thema oder zu einer Frage entwickeln. Und so gehen Sie vor, wenn Sie KaWa© in einer gemeinsamen Teamsitzung oder in einem Workshop einsetzen:

  • Sie erklären den Teilnehmer/innen die Methode und zeigen einige Beispiele.
  • Dann bekommt jede/r ein Blatt Papier und wenn möglich bunte Filzstifte.
  • Sie definieren das Thema, zu dem Sie gemeinsam kreativ sein möchten.
  • Dann schreibt bzw. malt jede/r TeilnehmerIn das Wort in großen Lettern auf das Papier und beginnt, frei dazu zu assoziieren.
  • Die Assoziationen sollten mit den jeweiligen Buchstaben des Themas beginnen (siehe Beispiel).
  • Wichtig ist, dass Sie die Punkte nicht „logisch-linkshirnig“ hinterfragen, sondern möglichst Ihren Gedanken freien Lauf lassen.
  • Nach 5-10 Minuten ist das indiviuelle Assoziieren beendet. Sinnvollerweise erstellen Sie nun ein gemeinsames KaWa©, indem Sie die einzelnen Assoziationen auf einem großen Blatt Papier sammeln.

In welchen Projektsituationen kann KaWa© angewendet werden?

  • Situationsanalyse bei der Projektinitiierung oder auch beim Kick-Off
  • gemeinsame Erarbeitung kreativer Lösungen in allen Phasen eines Projekts
  • Festlegen von Teamregeln

Hier finden Sie jede Menge konkreter Beispiele. Bei der Durchsicht der Beispiele wird die Methode schon sehr viel klarer. Sie sollten Ihren Teammitgliedern einige Beispiele zeigen, bevor Sie die Methode gemeinsam ausprobieren und anwenden.

Noch ein weiterer Tipp: Wenn Sie mehr zum Thema Kreativität erfahren möchten, empfehle ich den Podcast „Das Abenteuer Kreativität“ von und mit Simone Krejny.

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Written by SH

23. April 2007 um 06:30

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