TOPSIM Projektmanagement Planspiel
Derzeit spiele ich mit einigen Student/innen-Teams der FH Vorarlberg wieder mal die TOPSIM Projektmanagement Simulation.
Leider war dieses 2-tägige Seminar in diesem Jahr etwas mühsamer, da mir die Technik eins ums andere Mal einen Streich gespielt hat – Murphy war allgegenwärtig. Ich möchte hierfür die Schuld natürlich nicht gänzlich auf den Anbieter schieben. Aber klar ist für mich, dass diese Technik absolut nicht mehr dem aktuellen Stand entspricht.
Auch die Tatsache, dass in dem Lernspiel Methoden wie die Netzplantechnik einen zentralen Stellenwert erhalten, zeigt die gewisse Diskrepanz zur PM Praxis (siehe hierzu die Produktbeschreibung). Klar kann man Zusammenhänge mit der Netzplantechnik etwas besser darstellen, aber in Summe ist das methodische Fundament der Simulation aus meiner Sicht nicht mehr up-to-date.
Was mir hingegen (auch nach der 6. Durchführung des Spiels in 3 Jahren) immer noch gut gefällt, ist der Lernfokus auf Systemzusammenhänge, Komplexität und ganzheitliches Denken. Man merkt, dass Topsim einige Erfahrung in der Konstruktion und Modellierung von komplexen Systemmodellen hat, welche die Basis der verschiedenen Lernspiele darstellt.
Trotzdem lautet mein Fazit: Ich empfehle die TOPSIM Projektmanagement Simulation nicht weiter. Die technischen und methodischen Schwächen sind einfach zu groß
PS: Hat jemand von Euch Erfahrung mit anderen (besseren) Simulationsprodukten?




Ich mache dann jetzt hier mal ganz dreist Werbung für unser eigenes Produkt: Training in Action – Projektmanagement mit LEGO Mindstorms.
Wir haben dieses Konzept ursprünglich für die King Abdullah University of Science & Technology (KAUST) in Jeddah, Saudi Arabien entwickelt. Anhand eines konkreten Projektes zur Programmierung und dem Bau von kooperierenden LEGO Mindstorm Roboters arbeiten die Teilnehmer des Workshops (im KAUST-Fall waren es ca. 350, siehe auch: ) alle Phasen und Arbeitsschritte eines Projektes durch inklusive der Abstimmung mit anderen Teams, Reporting etc. und sammeln so unmittelbare Erfahrungen in der Anwendung des theoretischen Wissens. Auch soziales Kompetenz und Teamdynamik werden dabei in Realität und unter projektüblichem Zeitdruck erlebt. Die Simulation schliesst mit einer individuellen und Team Reflexion, um die Erfahrungen und Learnings zu verdichten und für die Zukunft nutzbar zu machen.
Wir haben dieses Konzept für traditionelles Projektmanagement nach PMI und PRINCE2 umgesetzt und für agile Vorgehensweisen wie SCRUM & DSDM Atern. Ich wäre sehr an einem intensivem Austausch zur Weiterentwicklung des Konzeptes interessiert.
Jens Hoffmann
21. Oktober 2009 um 12:28
Hallo Jens,
ich kenne ja Euer LEGO Konzept ein bisschen und bin mir sicher, dass diese Simulation UM LÄNGEN besser ist als die Topsim-Lernspiele.
Freue mich schon, in 2010 die Trainer-Schulung bei Euch zu machen. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Methode die Zukunft gehört.
Grüße vom Bodensee,
Stefan
S. Hagen
21. Oktober 2009 um 19:54
Gerade die Aussage “Ich bin davon überzeugt, dass dieser Methode die Zukunft gehört.” weckt ein starkes Interesse. Wo kann ich mehr zu “LEGO Konzept” erfahren?
Nicolas Kübler
21. Oktober 2009 um 23:24
Hallo,
Ist vl. etwas off-topic – seit längerem bin ich auf der Suche nach einem gelungenen Planspiel für “Prozessmanagement”, so in der Art des Beer – Games zur Darstellung der Zusammenhänge in der Supply Chain?
Kennt ihr vielleicht etwas in diese Richtung?
Schöne Grüße
Thomas
Thomas
22. Oktober 2009 um 09:29
Hallo zusammen,
als Planspiel für Prozessmanagement empfehle ich “Das ibo-Prozesserlebnis”, an dem ich selbst teilnehmen durfte. Ein Tag voller guter Erkenntnisse und Spass.
Infos gibt es unter http://www.ibo.de/index.php?id=586&tx_mlibooffice_pi1semkrz=POPS%20VT oder
als PDF http://www.ibo.de/fileadmin/download_einzelseminare/Planspiel-Prozessmanagement-Das-ibo-Prozesserlebnis.pdf
Das Planspiel kann auch inhouse durchgeführt werden.
Viele Grüße
Axel Naumann
Axel Naumann
22. Oktober 2009 um 09:58
Hallo Axel,
Danke für den Tipp!
Weißt Du, ob das nur bei IBO angeobten wird, oder ob man das selbst in der Lehre einsetzen kann?
(Zweiteres ist nämlich das Anwendungsgebiet.)
Schöne Grüße
Thomas
Thomas
23. Oktober 2009 um 10:26
Hallo Thomas,
gerne ;-)
Da es sich um eine Eigenentwicklung handelt, sind quasi die “Exklusivrechte” bei ibo. Inwieweit ein Einsatz in der Lehre möglich ist, bitte mit dem Veranstalter abklären.
Viele Grüße
Axel Naumann
Axel Naumann
23. Oktober 2009 um 10:44
Hallo,
Habe zwar erst in einem anderen Post ein Kommentar geschrieben, mir ist aber hierzu auch etwas eingefallen: http://marketplace-simulation.com/
Haben wir auf der FH durchgespielt.
TOPSIM hatten wir auch, war aber wirklich nicht so berauschend. Market-Place fand ich zwar besser, aber konnte die Ergebnisse nicht nachvollziehen!
LG
kathinka86
23. Oktober 2009 um 13:12
Seit 1998 arbeite ich in der Ausbildung von Projektleitern aller Stufen und Projektmitarbeitern mit Simultrain von STS http://www.sts.ch Die Software läuft stabil unter verschiedensten Konfigurationen wie lokal oder über das Internet. Einmal nur in über 100 Lerngruppen hatte ich ein technisches Problem, welches ich mit einem anderen PC umgehen musste.
Es gibt zwar ein Grundgerüst der Simulation, welches vorgegeben ist, aber es hat einige sehr wertvolle Varianten, wie zB 2 oder 3 Phasen, 4 unterschiedliche Szenarien und verschiedneste Sprachen, welche Simultrain in unterschiedlichen Lernsituationen einsetzten lassen.
Ich hatte bereits mehrer Teilnehmer, welche im Laufe ihrer Projektleiter-Karriere in unterschiedlichen Ausbildungssituationen Simultrain zweimal genutzt haben und es dabei immer als wertvoll angesehen hatten.
Marcel Niederer
27. Oktober 2009 um 10:50
Hallo Marcel,
“s’tönt guat”, wie Ihr Schweizer sagt.
Wir könnten hier mal ein paar Plätze für einen Train-the-Trainer Kurs verlosen. Was meinst Du?
Grüße, Stefan
S. Hagen
27. Oktober 2009 um 22:30